Seit Anfang 2025 werden landesweit vermehrt Erkrankungsfälle registriert – bislang sind mindestens 20 Fälle bekannt, darunter auch drei Todesfälle. Ein bestätigter Fall betrifft auch eine Ansteckung durch eine Betreuungsperson in der 24-Stunden-Betreuung. Auch in Tschechien, der Slowakei und Ungarn wird seit Jahresbeginn ein signifikanter Anstieg an Hepatitis A-Fällen beobachtet.
Vor diesem Hintergrund möchten wir besonders auf die Bedeutung vorbeugender Maßnahmen hinweisen:
Pflegebedürftige Menschen haben aufgrund ihres Alters oder bestehender Vorerkrankungen, insbesondere chronischer Lebererkrankungen, ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Es ist daher wesentlich, dass Betreuungspersonen durch geeignete Hygienemaßnahmen und – falls nicht bereits erfolgt – eine Schutzimpfung zur Sicherheit ihrer Klient:innen beitragen.
Informationen zu Hepatitis A:
Hepatitis A äußert sich durch Fieber, Gelbsucht, Appetitverlust, Bauchschmerzen und Müdigkeit. Die Ansteckung erfolgt meist über verunreinigte Lebensmittel oder Trinkwasser sowie durch mangelnde Hygiene im direkten Kontakt mit infizierten Personen oder Gegenständen. Erkrankte sind bereits ein bis zwei Wochen vor Symptombeginn ansteckend. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis sieben Wochen. Ältere Menschen und Personen mit Lebererkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf.
Was Sie beachten sollten:
- Achten Sie auf regelmäßiges, gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife – insbesondere nach dem Toilettengang.
- Lassen Sie Ihren Impfstatus gegen Hepatitis A überprüfen. Ärztinnen und Ärzte beraten Sie dazu gerne.
- Meiden Sie im Fall grippeähnlicher Symptome (Fieber, Appetitverlust, Gelbsucht, Bauchschmerzen, Müdigkeit) den engen Kontakt mit betreuten Personen und ziehen Sie ärztlichen Rat bei.
- Beachten Sie, dass Hepatitis A durch kontaminierte Lebensmittel oder Trinkwasser, aber auch durch Schmierinfektionen und engen Körperkontakt, übertragen werden kann. Erkrankte scheiden das Virus bereits 1–2 Wochen vor Symptombeginn aus.
Bitte nehmen Sie diese Hinweise ernst und helfen Sie mit, gefährdete Personen bestmöglich zu schützen.
