Der Fachverband Personenberatung und Personenbetreuung der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hat den 1. Juli 2026 zum ersten österreichischen Tag der Personenbetreuung erklärt. Ziel ist es, die gesellschaftliche Bedeutung der Personenbetreuung sichtbar zu machen und auf die Herausforderungen einer alternden Bevölkerung aufmerksam zu machen.
Seit der Einführung des Hausbetreuungsgesetzes im Jahr 2007 ermöglicht die 24 Stunden Betreuung vielen Menschen ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden. Gleichzeitig stehen betreute Familien und Betreuungskräfte vor steigenden finanziellen Belastungen. Die monatlichen Gesamtkosten einer 24 Stunden Betreuung liegen mittlerweile bei rund 4.000 Euro, während die staatliche Förderung seit Jahren kaum angepasst wurde.
Um die Betreuung auch künftig leistbar und nachhaltig zu sichern, fordert der Fachverband unter anderem eine spürbare Entlastung bei Steuern und Abgaben, weniger Bürokratie sowie eine zeitgemäße Erhöhung und regelmäßige Valorisierung der Förderungen und Einkommensgrenzen.
Angesichts der steigenden Lebenserwartung und des wachsenden Bedarfs an Unterstützungsleistungen soll der neue Aktionstag das Bewusstsein für die wichtige Arbeit der Personenbetreuerinnen und Personenbetreuer stärken und notwendige Reformen für die Zukunft anstoßen.
